Wechselkröte
Bufo viridis
Wechselkröte (Foto: Christian Strätz)
  
Kennzeichen
Färbung (Rücken) kontrastreich: helle Grundfarbe, große grüne Flecken ("grüne Kröte"), dazwischen rote Punkte
Pupille waagrecht und elliptisch (typisch für echte Kröten)
Größe 5 - 9 cm

  
Verbreitung in Deutschland
Als Art der kontinentalen Steppen befindet sich die Wechselkröte in Deutschland an der Westgrenze ihrer Verbreitung. -  Die neuen Bundesländer bilden ein relativ geschlossenes Verbreitungsgebiet; größere Verbreitungsareale existieren noch an Mittel- und Niederrhein, im Saarland sowie in Bayern an der Donau und in den Schotterebenen.
Verbreitungskarte

Verbreitung in Bayern:
nur sporadisch vorkommend:
   Unterfranken (Gipskeuper, Maindreieck)
   Schotterebenen und Tertiärhügelland
   Oberpfalz bis zur Naab
  
Häufigkeit im Landkreis Bamberg:
Die Wechselkröte wurde im Landkreis Bamberg - soweit bekannt - bisher nur einmal  in Schmerb/Markt Ebrach gefunden: Etwa im Jahr 1985 saßen etliche Exemplare unter einer Straßenbeleuchtung und verspeisten die zahlreichen Maikäfer, die hier zu Boden fielen. In den Folgejahren wurde die Art allerdings nicht mehr entdeckt.
(Mündlicher Bericht von Dr. Georg Sperber, Forstdirektor  a. D. )

Lebensraum:        
Als typischer Kulturfolger stets in der Nähe des Menschen:
   Truppenübungsplätze
   Dorfteiche
   Abbauflächen (Lehmgruben)

Lebensweise:
   nachtaktiv

Ruf:
melodisches Trillern ("ürrürrürrürr")
Ruf zum Abhören: http://www.amphibienschutz.de/amphib/wekr.htm

Balz und Fortpflanzungsverhalten
Balzzeit: April bis Juni

Larven:
   oberer Flossensaum erst am Rumpfende beginnend
   metallische Bauchseite

Nahrung:
   Jungkröten: Blattläuse, Springschwänze, Milben
   Erwachsene Kröten:Insekten (Käfer, Ameisen)

Nahrungsaufnahme gewöhnlich in der Nacht, im Frühjahr und bei Regen auch am Tage! Keine Nahrungsaufnahme während der Häutung!
(vgl. NÖLLERT 1992)

Feinde:
   Feinde der erwachsenen Tiere: Vögel (Storch, Rotmilan, Waldkauz)
   Feinde der Larven und Jungtiere: Stare, Enten, Hühner; Larven von Libellen und Wasserkäfern

Abwehrverhalten:
   Absonderung eines weißen, eigenartig riechenden Hautsekrets
   Ausstoßen von Abwehrrufen
   Kaulquappen: Flucht entlang des Gewässerbodens
(NÖLLERT 1992)

Geschlechtsreife:
nach der dritten Überwinterung

Höchstalter:
9 Jahre

Gefährdung durch
   Beseitigung oder Verbunkerung von Dorfteichen
   zu starke Entenpopulationen in Teichen
   Klimaveränderung (zunehmend ozeanisches Klima statt osteuropäisch geprägtes Steppenklima)
(NÖLLERT 1992)

(Zusammenstellung: Marie-Christine Helmrich)
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